Die SWiBi wirkt aktuell gleich bei zwei Leuchtturmprojekten des BFE mit. – SWiBi AG

SWiBiNEWS #24

Die SWiBi wirkt aktuell gleich bei zwei Leuchtturmprojekten des BFE mit.

Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt jährlich zukunftsgerichtete Projekte in der Energiebranche. Dabei erproben Forschende ihre Ansätze in der Praxis.

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EVG-ZEV

EVG UND ZEV: WIE
IST MIT EIGENVERBRAUCH
UMZUGEHEN?

Seit dem 1. Januar 2018 ist es für mehrere Stromverbraucher möglich, sich zum Eigenverbrauch zusammenzuschliessen. Bisher hat diese Regelung zu vielen Fragen geführt. Die SWiBi berät und zeigt Optionen für Energieversorgungsunternehmen (EVU)
auf.

Unterschied EVG und ZEV einfach erklärt

Beim Thema Eigenverbrauch sind prinzipiell zwei Begriffe zu unterscheiden: Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG) und Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). In einer EVG bleiben alle Mieter weiterhin Kunden des ortsansässigen EVU und erhalten wie bisher ihre Stromrechnung. Der Anlagenbetreiber erhält vom EVU eine Vergütung für den produzierten Strom, der an die Mieter und ins Netz gegangen ist. Beteiligte einer EVG sind weiterhin Endverbraucher im Sinne der StromVG und StromVV und können somit jederzeit wieder in die vollständige Versorgung durch das EVU wechseln. Ein ZEV hingegen wird vom EVU als ein einzelner Kunde mit nur einem Messpunkt wahrgenommen. Die Rechnungsverteilung innerhalb des ZEV ist Aufgabe des ZEV-Betreibers.

Nutzen Sie die SWiBi als gut vernetzten Partner

Die SWiBi hat attraktive Out-of-the-Box-Lösungen, um für ZEV im Namen Ihres EVU abzurechnen, so dass auch weiterhin eine feste Kundenbeziehung zu Ihren bisherigen Kunden im Netzgebiet besteht. Auch unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihr eigenes EVG- oder ZEV-Angebot zu entwickeln. Wir bieten ein weit gefächertes Spektrum an Beratungsangeboten an, wodurch Sie als EVU vom Wissen unserer Fachspezialisten und von unserem breiten Branchennetzwerk profitieren können.

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Datenverschlüsselung
zwischen Zähler und Datenkonzentrator

Für die hohe Sicherheit des Datentransfers zwischen Zähler und DC wird eine mehrstufige Datenverschlüsselung eingesetzt. Damit können unerfreuliche Überraschungen im Netz vermieden werden – beispielsweise die falsche Zu- und Abschaltung von Boilern.

Master Key

Diesen braucht es für die Erstellung neuer Schlüssel. Das EVU bestimmt die Lebensdauer der einzelnen Schlüssel. Der Master Key wird einmalig in den Zähler geladen. Die Wichtigkeit des Master Keys ist enorm. Beim Verlust muss der Zähler in den Fabrikmodus gesetzt werden, um einen neuen Master Key zu laden. Dies hat zudem eine Neueichung zur Folge.

Global Authentication Key

Dieser Schlüssel überprüft die Identifikation des Gerätes: DC gleich DC ; Zähler gleich Zähler
Dies dient zur Verhinderung einer «man-in-the-middle-attack».

Global Unicast Encryption Key

Dieser wird zur Verschlüsselung der Kommunikation zwischen DC und Zähler verwendet. Da Zähler und DC den gleichen Schlüssel haben, ist dies eine symmetrische Verschlüsselung

Mögliche unerfreuliche Szenarien

Hätte ein Hacker eine Möglichkeit gefunden, die Verschlüsselung zu knacken und so die Kommunikation zwischen DC und Zähler zu beeinflussen, wäre u.a. folgendes denkbar:

  • Es würden mit einem Befehl alle Boiler permanent ausgeschaltet, so dass die Kunden kein warmes Wasser mehr hätten.
  • Der Unterbrecher würde ausgeschaltet, so dass alle Kunden keinen Strom mehr hätten.
  • Bei einem späteren Ausbauschritt mit dynamischer Lastführung könnten zum Beispiel während der Mittagsspitze alle Boiler, Wärmepumpen, E-Tankstellen usw. ein- bzw. freigeschaltet werden. Das könnte zu einer Überlastung des Netzes und so zu Abschaltungen führen.
  • Bei den zuvor erwähnten Aktionen könnte der Hacker nach dem Versenden des Befehls den Kommunikationskanal durch Senden irgendwelcher Frames komplett überlasten, so dass das EVU gar keine Möglichkeit mehr hätte, korrigierend einzugreifen.
  • Durch das Übermitteln falscher Netzqualitätsdaten könnte das EVU durch falsches Zu- oder Abschalten ebenfalls eine Katastrophe herbeiführen.
  • Ein Datenraub hätte Verletzungen der Privatsphäre mit allen negativen Konsequenzen zur Folge.

zum Zählermanagement

Projekt «Optiflex» mit Fleco Power in Testphase

Zukunftsweisendes Projekt

Als langjähriger Energiedienstleister der Werkbetriebe der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg realisiert die SWiBi zusammen mit den Projektpartnern Fleco Power, EKT und Adaptricity das vom Bundesamt für Energie geförderte Pilotprojekt «OptiFlex».

Warum Amlikon-Bissegg als Testgebiet

Das Pilotprojekt wird in drei Verteilnetzen im Kanton Thurgau getestet, unter anderem in Amlikon-Bissegg. Das Gebiet der Werkbetriebe der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg ist bereits komplett mit Smart Metern ausgerollt und nimmt somit eine Vorreiterrolle in Bezug auf die Energiestrategie 2050 ein. Weiter gibt es in diesem Netzgebiet viele PV-Installationen und eine Biogasanlage. Beide Anlagetypen eignen sich besonders gut für die Testphase.

Optimierung für EVU

Ziel des Projektes ist es, dass Netzbetreiber ihr Netz über eine intelligente Steuerung von Anlagen der Erneuerbaren Energien stabilisieren und zum Beispiel Spitzen kontrollierter
brechen können. Vor allem Biogasanlagen sind dabei eine grosse Stütze, ebenso aber auch Technologien wie Photovoltaik, Batteriespeicher oder Elektrofahrzeuge.

Nutzen der Energiedaten

Die SWiBi stellt als Energiedatenlieferant von Amlikon-Bissegg die nötigen Daten zur Verfügung, um damit Optimierungen durchzuführen. An diesem Pilotprojekt wird ersichtlich, wie vielseitig einsetzbar und wichtig die Energiedaten sind und wie sie laufend noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Kostenreduktion als positiver Erfolg

Durch die besseren Prognosemöglichkeiten und die direkte Steuerung von Anlagen im Netz, welche durch das Projekt OptiFlex gegeben werden, können zum Beispiel Spitzen zum vorgelagerten Netz gebrochen und so die Kosten der Energielieferung an die Endkunden reduziert werden. Somit stützen die neuen Erneuerbaren Energien das Netz, ohne dass dieses kostenintensiv ausgebaut werden muss.

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Interview mit Pascal Wilhelm, Projektleiter SMARTPOWER, Systemspezialist Messdatenmanagement

Pilotprojekt SMARTPOWER erfolgreich gestartet

Pascal Wilhelm, 39, ist seit 2009 bei der SWiBi als Systemspezialist im Messdatenmanagement tätig. Neben seinem fordernden Tätigkeitsgebiet ist er auch in der AIM-Usergruppe von Landis+Gyr engagiert. Seine berufliche Laufbahn begann er mit einer Lehre als Elektromonteur und bildete sich anschliessend laufend fachspezifisch weiter. Seine Freizeit widmet er allen voran seiner jungen Familie. Pascal zeichnet sich durch seinen hohen Drang, stets was Neues zu probieren, aus. Sein ausgeprägter Sinn für Kreativität unterstützt ihn dabei, auch vor den wildesten Experimenten nicht Halt zu machen. Durch seine Neugier und seinen Ehrgeiz entstehen laufend neue Ideen, welche für Innovationen sorgen und schlussendlich zu Effizienzsteigerungen führen.

SMARTPOWER – was versteht man unter diesem vielversprechenden Begriff?

Smartpower basiert auf einem Leistungstarifmodell für den Strombezüger, einer Smart-Metering-Lösung sowie der Möglichkeit, den Stromverbrauch in Echtzeit zu visualisieren und dynamisch zu steuern. Der zentrale Punkt bei Smartpower ist der Smart Manager – sprich das intelligente Kommunikationsgateway. Er ist das Zentrum der ganzen Intelligenzen sowie Steuermechanismen und gewährleistet die Kommunikation mit dem Zähler.

Braucht es für den Einsatz von SmartPower seitens EVU spezielle Gegebenheiten?

Nein. Der Smart Manager wurde so konzipiert, dass er den Platz des Rundsteuerempfängers einnehmen kann. Dadurch kann der Wechsel sehr einfach und schnell vollzogen werden.

Welchen Nutzen ergibt SMARTPOWER für den Kunden?

Neben den übersichtlich dargestellten Livewerten sieht der Kunde auf seinem Gerät auch seine Verbrauchsdaten. Der Smart Manager enthält vier Schaltkontakte, die der Kunde selber zu-  und abschalten kann. Dadurch hat dieser seinen Verbrauch unter Kontrolle und wird für den optimalen Einsatz belohnt.

Mit welcher Kommunikationsart wird der Smart Manager ausgelesen?

Im aktuellen Pilotprojekt wird eine Powerline-Technologie verwendet. Auf jedem Gerät hat es aber immer die Möglichkeit, über einen UMTS-Stick als Point-to-Point-Verbindung zu kommunizieren.

Wie lautet dein erstes Fazit nach der Pilotprojekt-Phase?

Die ersten Installationen waren sehr erfolgreich. Ich durfte auf ein erfahrenes Rollout-Team zurückgreifen. Mit ihrem Wissen konnten dessen Mitglieder die Pilotkunden korrekt und fundiert informieren, so dass diese mit grossem Enthusiasmus am Projekt mitgewirkt haben. Die Hardware hat mit der Installation gut korrespondiert, wodurch das Feedback durchwegs positiv war. Die Kunden freuen sich auf die vielseitigen Möglichkeiten, die ihnen durch den Smart Manager geboten werden.

Die Pilotprojekt-Phase endet im vierten Quartal. Wie sieht die weitere Planung aus?

Es werden nun noch einzelne Funktionen im System getestet und Abläufe optimiert, damit wir dann planmässig Anfang 2019 mit dem flächendeckenden Rollout im Versorgungsgebiet von Repower beginnen können.

 

Herzlichen Dank für deine ausführlichen Antworten und weiterhin viel Erfolg beim Projekt.

Quartierstrom-Projekt

Datenbewirtschaftung im ersten lokalen Strommarkt der Schweiz

Die Grundidee ist, lokal produzierten Strom vor Ort zu verbrauchen. Dazu wird in der Pilotregion Walenstadt ein lokaler Strommarkt aufgebaut. Der Tarif wird durch Angebot und Nachfrage aller Teilnehmer bestimmt und der Handel automatisch über eine Blockchain abgewickelt. Die SWiBi übernimmt in diesem Leuchtturmprojekt des BFE die Beschaffung und Bereitstellung der Hardware sowie die Rolle der Datenbeschaffung und -abwicklung.

Quartierstrom – mehr als eine technische Entwicklung

Ein Quartier produziert, verbraucht und handelt Strom in seinem eigenen lokalen Markt. Kauf und Verkauf werden über eine Blockchain-Technologie abgewickelt – ein neuer Ansatz, der zahlreiche Fragen aufwirft: Mit welcher Technologie werden die Transaktionen im lokalen Markt abgewickelt? Eignet sich eine Blockchain? Wie verhalten sich die Nutzer? Wie müssen die Geschäftsmodelle gestaltet werden? Ist es mit den richtigen Rahmenbedingungen ökonomisch und ökologisch sinnvoll, dass sich Haushalte in einer Gemeinschaft zu einem massgeblichen Anteil selber versorgen? Im Rahmen des BFE-Leuchtturmprojekts «Quartierstrom» wird der neue Ansatz ganzheitlich betrachtet. Die offenen Fragen werden mit Analysen des Nutzerverhaltens und der Entwicklung neuer Technologien und Marktmechanismen geklärt.

Die Rolle der SWiBi

In diesem Projekt ist die SWiBi einerseits zuständig für die gesamte Hardwarebeschaffung und deren Parametrierung und anderseits sorgen die Fachspezialisten für die einwandfreie Kommunikation innerhalb des Zählerkreises sowie die Vergabe von IPs an die Smart Meter. Für deren Sicherstellung wird ein spezieller VPN für die Raspberry PIs eingerichtet.

Energiedatenmanagement_News

DAS WASSER- UND ELEKTRIZITÄTSWERK
WALENSTADT VERTRAUT DIE ZÄHLERFERNAUSLESUNG
UND DAS ENERGIEDATENMANAGEMENT
DER SWIBI AN

 

„An der SWiBi schätze ich den persönlichen Kontakt und die Nähe zum Kunden. Die SWiBi ist im gesamten M2C-Wertschöpfungsprozess zu Hause und hat dort entsprechende Fachkompetenzen. Wir fühlen uns daher gut und sicher aufgehoben und haben auch bei innovativen Projekten einen starken Support.“

Christian Dürr, Geschäftsführer, Wasser- und Elektrizitätswerk Walenstadt

Anfang 2018 hat das Wasser- und Elektrizitätswerk Walenstadt (WEW) die Dienstleistungen für die Zählerfernauslesung und das Energiedatenmanagement zur SWiBi ausgelagert. Neben der Erledigung des Tagesgeschäfts für die beiden Bereiche unterstützen die SWiBi-Fachspezialisten das WEW auch in der Kommunikationsthematik.

Nach der Auslesung erfolgt der Datenversand gemäss SDAT-CH

Die Zähler werden täglich fernausgelesen und die ¼-h-Lastgangdaten ans EDM geschickt. Im Energiedatenmanagement werden die Daten für den Datenversand gemäss SDAT-CH aufbereitet
und der Austausch mit den Marktpartnern sichergestellt.

Kundenspezifisches Reporting

Für das WEW hat die SWiBi ein kundenspezifisches Reporting erstellt. Das Reporting dient dem effektiven Monatsabschluss sowie der Budgetkontrolle. Zudem sind alle Daten für eine effiziente Netzkostenrechnung integriert.

Sicherheit dank grossem Erfahrungsschatz

Dem WEW ist es wichtig, seine Dienstleistungen im Bereich Zählerfernauslesung und Energiedatenmanagement einem erfahrenen Partner anvertrauen zu können. Das gibt die nötige Sicherheit, dass auch bei veränderten Marktbedingungen die Arbeiten konform und verlässlich ausgeführt werden.

Support für das Glasfaser-Netzwerk

Das Gebiet des Wasser- und Elektrizitätswerks Walenstadt ist komplett mit einem Glasfaser-Netz ausgestattet. Dessen auf IP-basierende Technologie bringt für die Zählerfernauslesung
viele Vorteile – beispielsweise den direkten Zugriff auf die Zähler. Damit können Störquellen bei Unterbrüchen viel effizienter eliminiert werden. Bei der Inbetriebnahme neuer Zähler oder
bei einem Zählerwechsel unterstützen die SWiBi-Fachspezialisten die Monteure des WEW mit persönlichem Support, damit der Anschluss schnell umgesetzt und direkt ins System implementiert werden kann.

Kurzmeldungen

Save the date: SWiBi-Fachanlass

Was gilt es in Bezug auf die Datensicherheit und den Datenschutz in der Energiebranche zu beachten? Welche Massnahmen benötigt werden und in welche Richtung sich das Ganze entwickelt, erfahren Sie durch praxisnahe Vorträge an den SWiBi-Fachanlässen.

Reservieren Sie sich schon heute den 20. oder 22. November 2018 für den SWiBi-Fachanlass. Detailliertere Informationen werden laufend unter www.swibi.ch publiziert.

Neuer SWiBi-Film auf der Website und auf Youtube

Im gesamten Meter-to-Cash-Prozess ist es unser Ziel, Ihre Kundendaten zu schützen. Überzeugen Sie sich gleich selber im neuen Film, dass dem SWiBi-Agenten kein Weg zu weit oder zu steinig ist: www.swibi.ch

Folgen Sie uns auf unseren Online-Kanälen LinkedIn und Youtube! So bleiben Sie stets aktuell informiert – rund um Ihre Energie.

Agenda

Vertriebsleitertagung
4. + 5. September 2018, Zürich Marriott Hotel
vertriebsleitertagung-energie.ch

 

Betriebsleitertagung
13. + 14. September 2018, Seehotel Waldstätterhof Brunnen
strom.ch

 

swissmig
26. Oktober 2018, Samsung Hall Dübendorf
swissmig.ch

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